Hitze im Kinderzimmer – was tun?

Veröffentlicht am: 06. August 2013
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Wir alle kämpfen momentan mit der anhaltenden Hitzewelle und versuchen mit unzähligen Mitteln unsere Körpertemperatur in gemäßigten Bahnen zu halten.


Besonders bei Nacht können die hochsommerlichen Temperaturen schnell zur Belastungsprobe für die ganze Familie werden, denn selbst wenn sich die Eltern mit der Hitze nach und nach zurecht finden, sind da noch die Kinder, die unter Schlafstörungen leiden.


Auch für ein Baby ist es wichtig, das es gut schläft – Je nach Anzahl der Grad im Kinderzimmer/Babyzimmer ist dies jedoch schwierig.


Körper von Kleinkindern oder Babys brauchen nämlich länger als jene von erwachsenen Menschen, um sich einer höheren Umgebungstemperatur anzupassen.


Wie schafft man es also, die Temperatur im Kinderzimmer angenehm kühl zu halten? Dies ist vor allem deshalb eine Frage, mit der sich Eltern beschäftigen sollten, da zu starke Hitze für Kinderkörper durchaus schädlich sein kann.


Vorsicht geboten ist aus folgenden Gründen:



  • Der Körper von Kleinkindern oder Babys benötigt in Relation zu ihrer Größe mehr Flüssigkeit als der eines Erwachsenen. Daraus folgt ein höheres Risiko zu Dehydrieren, weswegen es bei starker Hitze essentiell ist, die Kinder zum Wassertrinken zu animieren, noch bevor der eigentliche Durst sich bemerkbar macht.



  • Die Körperoberfläche eines Kindes ist im Verhältnis zur Körpervolumen sehr groß, weswegen die Wasserabsorption höher ist als bei einem Erwachsenen. Wenn die Körpertemperatur zu schnell steigt, können deshalb die körpereigenen Kühlungssysteme wie die Schweißproduktion versagen.


Kinder gehören genauso wie ältere Personen der Risikogruppe an, was verstärktes Auftreten von Herz-Kreislauf-Problemen infolge großer Hitze betrifft.


Um dem entgegenzuwirken, sollte auf fettes und süßes Essen verzichtet werden. Bei akuten Beschwerden helfen kalte Wickel oder ein Fußbad.


Tipps gegen Hitze im Kinderzimmer



  • Tagsüber herrscht Lüftverbot!

    Bei Außentemperaturen über 30°C sollte darauf geachtet werden, dass Fenster und Balkontüren zwischen 10:00 Uhr und 21:00 Uhr geschlossen bleiben.

  • Da die meisten Wohnungen und Häuser über eine gute Isolierung verfügen, hindern geschlossene Fenster die Hitze daran, in die Wohnräume einzudringen.


 



  • Morgens und abends hingegen soll, solange die Luft noch kühl ist, ausgiebig gelüftet werden. Dies sorgt für eine angenehme Zimmertemperatur, in der es sich auch gut schlafen lässt.

  • Fenster abdunkeln!

    Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten tagsüber zusätzlich die Jalousien heruntergelassen oder die Vorhänge zugezogen werden. Auch wenn dann zu künstlichen Lichtquellen gegriffen werden muss, beugt es einem Aufheizen der Zimmer vor.

  • Ventilator aufstellen!

    Dieser ist die perfekte, kostengünstigere Alternative zur Klimaanlage. Beachtet werden muss allerdings, dass dieser Ihr Kind nie direkt anblasen sollte, da das meist unangenehme Erkältungen nach sich ziehen kann. Er dient dazu, die Luft im Raum in Bewegung zu halten und sorgt so dafür, dass die Raumtemperatur sinkt. Je nachdem, wieviel Grad es im Zimmer hat, ist es für eine Baby/Kleinkind besser, sich nicht direkt dort aufzuhalten – natürlich ist es dann besonders Nachts wichtig, auf die ideale Temperatur zu achten.


 



  • Neben unseren Tipps gibt es hier auch die Empfehlung: Holen Sie sich Tipps anderer Eltern ein, wie ihr Baby/Kind schläft und wie Sie mit dem Problem der hohen Temperaturen umgehen.

    Kurzfristige Abkühlung


  • Bettdecken gegen Leintücher austauschen!

    Dicke Bettdecken sind in den heißen Sommermonaten meist zu warm, jedoch wollen sich gerade Kinder häufig trotzdem zum Schlafen zudecken, um sich wohl zu fühlen. Die beste Alternative hierfür sind dünne Leintücher aus Baumwolle, die der Haut die Möglichkeit zum Atmen lassen.


 



  • Feuchte Tücher übers Fenster hängen!

    Für Abkühlung können auch kalte, feuchte Tücher sorgen, die über das gekippte Fenster gehängt werden. Sie kühlen die einströmende Luft und sorgen so für eine angenehmere Zimmertemperatur.


Hierbei sollte jedoch nicht übertrieben werden, da sehr feuchte Luft für Kinder genauso schädlich ist wie zu heiße Luft.



  • Eiskalte Wärmflasche!

    Dieser Trick hilft manchen Kindern, um besser einschlafen zu können, da die Köpertemperatur kurzfristig herabsinkt. Hierbei muss einfach eine Wärmflasche mit kaltem Wasser gefüllt werden, die dann zwischen die Oberschenkel gelegt wird. Das sorgt für Abkühlung und einen besseren Schlaf.


 



  • Elektrogeräte abschalten!

    Überflüssige Elektrogeräte wie große Lampen geben sehr viel zusätzliche Wärme ab. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass diese, gerade wenn sie in der Nähe des Kinderbettes stehen, nicht unnötig eingeschalten sind.

  • Leichte Bekleidung!

    Empfehlenswert ist es außerdem die gewohnten Pyjamas der Kinder gegen ein einfaches T-Shirt aus synthetischen Materialien auszutauschen, da dieses Feuchtigkeit und Hitze vom Körper wegtransportiert.


Unter Einhaltung dieser Punkte wird es kein Problem mehr sein, die Hitze aus dem Kinderzimmer so gut wie möglich fernzuhalten.


Trotz allem sollte man außerdem versuchen, die sommerlichen Temperaturen tagsüber im schattigen Freibad zu genießen, denn der nächste Winter kommt bestimmt!