Kaminofen anheizen – Worauf achten? – Vorteile von einem Kaminfeuer

Veröffentlicht am: 03. Oktober 2013
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Die Tage werden kürzer und die Nächte kälter. Wer sehnt sich da nicht nach einem schönen prasselnden Kaminfeuer in den eigenen 4 Wänden.


Wer mit den Gedanken spielt, einen Kamin zu kaufen, sollte sich vorab erkundigen, welcher Kamin in seine Wohnung passt. Denn Kamin ist nicht gleich Kamin und nicht jeder Kamin kann überall aufgestellt werden.


Welche Kaminarten gibt es?


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Ideal für kalte Abende


Zuerst einmal gibt es zwei Varianten von Kaminen. Der Geschlossenen und der Offenen. Mit der geschlossenen Feuerstelle kann man seine Wohnung gut beheizen. Bis zu 70% der Wärme wird in die Räume abgegeben.


Dies geht mit einem offenen Kamin nicht, da hier die Wärme zum größten Teil durch den Schornstein verschwindet.


Nur in unmittelbarer Nähe der Feuerstelle spürt man genau wie bei einem Lagerfeuer im Freien die Wärme. Solch ein Kamin hat nur einen reinen Wohlfühleffekt, man kann sich davor setzten, das Knistern der Flammen betrachten und die Wärme spüren.


Die gebräuchlichsten Kaminmodelle sind



  • Der Kachelofen besteht aus Schamottesteinen und Kacheln darum. Die Wärme wird in den Steinen gespeichert und langsam und gleichmäßig abgegeben.

  • Der Kaminofen oder Schwedenofen ist auch für kleinere Wohnungen gedacht. Er wird unkompliziert im Zimmer auf einer Brandschutzplatte aufgestellt und mit einem Rohr mit dem Schornstein verbunden.

  • Der Warmluftkachelofen ist moderner und kann neben Holz auch mit Öl und Gas betrieben werden.


Welche Vorteile hat ein Kaminfeuer?


Ein Kaminofen beheizen ist vergleichsweise sparsam und man kann damit auch schon beginnen, wenn die ersten kühlen Abende kommen und die Zentralheizung noch nicht anspringt. Ein Kaminfeuer verbreitet Wärme und Behaglichkeit. Er ist ein Blickfang und das Highlight jeder Wohnung.


Welches Brennmaterial darf man verwenden?


Holz, so trocken wie möglich. Feuchtes oder nasses Holz brennt schlecht an und qualmt stark. Gehölze von Laubbäumen sind besser geeignet, zum Beispiel riecht Birke sehr gut und Buchenholz erzeugt ein schönes Flammenbild.


Nadelgehölze besitzen zu viele Harzeinschließungen und sind daher nur als Anmachhilfe in Form von Spänen geeignet. Harz kann beim Verbrennen spritzen, was die Glasscheibe verschmutzt und auch bei geöffneter Tür gefährlich werden kann.


Anmachspäne und Brennholz gibt es in Säcken im Baumarkt zu kaufen. Möchte man den Kamin aber täglich benutzen, sollte man sich nach einer preiswerteren Alternative umsehen. Da ist ein Brennholzhändler in der Umgebung der richtige Ansprechpartner. Auch immer mehr Forstverwaltungen bieten Holz zu kleinen Preisen an.


Was ist beim Anheizen zu beachten?


Wichtig: Lange Zündhölzer verwenden


Zuerst sollte man sich vergewissern, dass der Ofen sauber und die alte Asche entfernt worden ist. Dadurch kann die Luft besser zirkulieren und das Feuer brennt schneller und gleichmäßiger.


Der Primärlufthebel (unten am Rost) und der Sekundärschieber (meist hinter der Glasscheibe) müssen vor dem Anzünden voll geöffnet werden.


Einen Grillanzünder auf den Rost legen. Papier ist nicht nötig, es brennt zu schnell herunter und die Asche verhindert dann das Weiterbrennen des Anzünders. Schmale Holzstücke darüber legen, aber so, dass noch genügend Luft dazwischen bleibt. Darauf kommen dann 2 oder 3 größere Holzscheite.


Das Feuer entfacht man am besten mit einem langen Streichholz. Sobald das Feuer richtig brennt, kann man die Primärluft am Rost schließen.


Das ist etwa nach 10 Minuten. Ab nun kann man die Flammenhöhe mit Hilfe des Sekundärhebels regulieren. Man sollte aber nie beide Hebel voll geschlossen halten, da es sonst zu Teerrückständen im Kamin kommt.


Erst wenn das Feuer ganz heruntergebrannt ist und keine gelben Flammen mehr zu sehen sind, kann man bei Bedarf Holz nachlegen. Bei größeren Holzscheiten kann man auch kurzfristig wieder etwas Primärluft zuführen.


In der Regel aber brennt das Holz durch die Glut wieder problemlos an.


Tolle Abende dank gemütlichem Kaminfeuer erleben


Fazit

Ein Kamin ist eine tolle Sache, auf den heute keiner mehr verzichten muss. Selbst für Mietwohnungen, in denen das Aufstellen eines Kamines nicht möglich ist, gibt es bereits eine Lösung.


Hier bietet sich ein Elektro- oder Gelkamin an. Die brauchen keine baulichen Voraussetzungen und können überall aufgestellt werden, da sie keinen Rauch entwickeln und genehmigungsfrei sind. So kann jeder in den Genuss einer eigenen Feuerstelle kommen.