Urlaub mit Baby – Worauf sollte man achten? – Packliste und Tipps

Veröffentlicht am: 17. Juli 2013
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Man muss nicht zu den komplizierten und überbesorgten Eltern gehören, wenn man sich vor dem ersten Urlaub mit dem Neugeborenen einige Gedanken um das Wie und Wohin macht. Nicht nur der Umfang des Reisegepäcks wird sich dem neuen Erdenbürger anpassen müssen, sondern auch die geplante Reiseroute und das gewählte Transportmittel.

Die Reisedauer und das Reiseziel müssen möglicherweise anders gewählt werden als sonst. Für alle Familienmitglieder hat mit der Geburt ein neuer Lebensabschnitt begonnen, der viele Freuden, aber auch neue Herausforderungen bedeutet. Sie gut vorbereitet zu meistern, ist auch im Interesse des Kindes.


Ideale Reisezeit und geeignetes Transportmittel?


Ferienplanung mit einem Baby heißt, seine Bedürfnisse und Notwendigkeiten zu berücksichtigen. Beim ersten Kind hat man naturgemäß mehr Ängste und nimmt viel zu viel oder zu wenig mit. Bei allen weiteren Erdenbürgern, die die Familie bereichern, hat man bereits Erfahrungen gesammelt.


Glückliche Anreise


Einen Vorteil haben Babys: Man muss sie nicht den ganzen Tag „entertainen“. Moderne Tragekörbe und sportliche Kinderkarren, Sonnenschutzzelte und Kühltaschen erlauben genügend Mobilität, auch wenn ein Baby mitreist.


So lange das Kind noch gestillt wird, entstehen auch keine größeren Versorgungs- und Ernährungsprobleme. Um eine Reise anzutreten, sollten Mutter und Kind allerdings gesund und munter sein.


Im Alter ab drei Monaten kann man an sich verreisen. Man kennt dann bereits den Wach-Schlaf-Rhythmus des Kindes. Trotzdem kann es eine gute Entscheidung sein, noch drei weitere Monate zu warten, bis man einen gemeinsamen Urlaub plant. In südliche Länder sollte man nur im moderat heißen Frühjahr oder im kühleren Herbst fahren.


Ein Sommerurlaub ist wegen verträglicher Temperaturen in deutschen Landen oder etwas nördlicheren Klimazonen günstiger. Als Reise-Transportmittel eignen sich mehrere Fahrzeuge.


Je nach zurückzulegender Strecke empfehlen sich die Bahn, das eigene Auto oder ein Urlaubsflieger. Ruhige Babys schlummern während der Autofahrt selig, unruhige Geister aber nicht.


Endet man tagsüber im Ferienstau, kann es bei sommerlicher Wärme gefährlich heiß im Auto werden. Grundsätzlich gilt: Kurze Teilstrecken mit vielen Pausen sind sinnvoll.


Die Gesamtstrecke sollte maximal drei Stunden Fahrtzeit beanspruchen. Ist sie länger, ist ein Hotelaufenthalt mit Übernachtung anzuraten. Das Baby ruht während der Fahrt fest angeschnallt auf dem Rücksitz in einem altersgerechten Kindersitz.


Nachts und außerhalb der Haupt-Reisesaison mit dem eigenen PKW in Urlaub zu fahren, kann im Sommer ein Segen sein. Zugluft und Flüssigkeitsmangel sind Gefahren, die aber so oder so beachtet werden wollen. Beim Bahn fahren kann man aufstehen und im Gang hin und her gehen, wenn das Baby ein Bäuerchen machen möchte. Das Neugeborene reist kostenfrei mit.


Trotzdem kann die Bahnfahrt mit einem ungnädigen Baby oder Schreikind alle Mitreisenden stressen. Separate Kleinkinderabteile sind vorab buchbar. ICEs haben Wickeltische in einigen Toiletten. Viel Gepäck ist hinderlich, um die Sicherheit und Bequemlichkeit des Babys zu gewährleisten.


Die Koffer sollten daher schon einige Tage vor der Reise aufgegeben und am Urlaubsort angeliefert werden. Im Flieger ist das Reisen für das Kleinkind kostenfrei bzw. kostenreduziert auf der Langstrecke. Nur wenige Fluglinien haben im vorderen Teil des Flugzeuges Babyliegeplätze, die wegen ihrer Seltenheit heiß umkämpft sind.


Meistens sitzt das Kind auf Mutters Schoß, was bei Langstrecken sehr anstrengend sein kann – auch für das Kind. Der Buggy muss in den Gepäckraum. Zu beachten ist: Kühle Kabinenluft aus der Klimaanlage, wechselnde Druckverhältnisse beim Starten und Landen und planmäßige, nicht gerne zugegebene Pestizideinsätze vor jedem Flug sind für Babys nicht ohne weiteres wegzustecken.


Kurzstrecken mit maximal drei Flugstunden sind bei Flugreisen daher vorzuziehen. Schnuller und Fläschchen sollten in Reichweite sein. Dem Baby etwas zu trinken zu geben, hilft beim Starten und Landen, um einen Druckausgleich im Ohr herzustellen.


Unterkunft wählen und Koffer packen


Voluminöse Koffer mitzunehmen, reduziert die Mobilität und die Aufmerksamkeit, die ein Neugeborenes braucht. Am besten informiert man sich schon vor einer Buchung, was die Hotels am Reiseziel in Sachen Babykomfort und Extraservice zu bieten haben.


Wichtig sind auch schnell erreichbare und brauchbare Einkaufsmöglichkeiten am Reiseort. Es gibt also gewisse Anforderungen an das gewählte Reiseziel.


Die Unterkunft muss keine besonderen Merkmale aufweisen, wenn das Baby bereits abgestillt ist. Lediglich ein Kinder- oder Babybett im gebuchten Zimmer ist unerlässlich. Größere Hotels bieten auf Nachfrage oft Hochstühle im Restaurant, Leihkinderwagen oder Rückentragen, Babyphones, Bäder mit Wickeltischen, eine Mikrowelle oder einen Wasserkocher auf dem Zimmer, gelegentlich stehen auch Windeln, Flaschenwärmer, Babybrei oder Kindertee zur Verfügung.


Gelegentlich haben auch familienfreundliche Pensionen kostenlos Babynahrung für die ersten Tage im Angebot. Abgesehen davon sind in den Koffern allerlei babytypische Gegenstände zu verstauen, die wenigstens die ersten Urlaubstage überstehen helfen.


Bis man die Geschäfte und Drogeriemärkte am Reiseort ausgekundschaftet hat, sollte man ohne den Zwang für Sofortkäufe auskommen können. Stress überträgt sich auf das Kind, innere Ruhe und Gelassenheit ebenso. Kennt man den Urlaubsort bereits, wird vieles leichter.


Was sollte ins Gepäck für die Reise?


Ins Babygepäck gehören mehrere Einmal-Windeln, Feuchttücher, Babypuder und eine Wundcreme, im Sommer eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine so genannte Wickeltasche, eine wärmende Babydecke, ein oder zwei Lätzchen, der Schnuller und das Fläschchen, gegebenenfalls ein Plastiklöffel und mehrere Breigläschen sowie Milchpulver.


Bei einer Kuhmilchunverträglichkeit muss eine kuhmilchfreie Ersatzmilch mitgenommen werden.


Es hilft, wenn man einen Sprachführer mitgenommen hat, um gegebenenfalls Nachschub kaufen zu können.


Reise Apotheke für das Baby


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Auch für ältere Kinder wichtig: Sonnencreme


Wichtige Medikamente, Homöopathika, Salben, Pflaster und ein Fieberthermometer für die Ersthilfe bei Durchfall, Schnupfen, Insektenstichen oder Fieber gehören in die Baby-Reiseapotheke.


Weiters zu empfehlen



  • Ansonsten sind ein Sonnenhütchen,

  • kurzärmlige Hemdchen und sommerliche Strampler,

  • ein Schlafanzug

  • gegebenenfalls Söckchen und Lauflernschuhe,

  • wärmende Sweatshirts oder Babyjäckchen,

  • ein Tragetuch oder eine Babytrage

  • ein Buggy oder Sportkinderwagen,

  • etwas Baby-Spielzeug oder ein Kuscheltier und ein Babyphon zu verstauen.


Das Allerwichtigste für Ihr Baby sind aber Sie selbst. Vom Reiseziel nimmt das Kleinkind nicht allzu viel wahr.


Es interessiert sich für die Sonne, den vorbei fliegenden Schmetterling und Papas Dreitagebart mehr als für den Schiefen Turm von Pisa.


 


Wenn Sie noch etwas für die ideale Reise-Ausstattung brauchen, finden Sie aktuelle Angebote zu günstigen Preisen zum Beispiel bei Baby-Walz, natürlich haben wir hierfür aktuelle Rabatt-Codes und Gutscheine.


Sonstiges, das zu beachten ist


Man sollte vor einer geplanten Urlaubsreise genau überlegen, was im Handgepäck benötigt wird, um das Kind während der Reise zu versorgen.


Beispielsweise kann es nötig sein, einen trockenen Satz Kleidung mit dabei zu haben, falls das Kind im Auto oder Flugzeug erbrechen muss. Lätzchen und Schnuller sollten auf jeden Fall jederzeit erreichbar sein. Auslandskrankenscheine und der richtige Zeitpunkt für Impfungen sind lange vor Reisenantritt zu bedenken. Unmittelbar vor einer Reise sollten keine Impfungen das Baby belasten.


Sie könnten unabsehbare Nebenwirkungen haben und aus einem an sich lieben und ruhigen Kind ein quengelndes Baby mit Schmerzen machen.


Für zahnenden Babys sind geeignete Schmerzsalben vom heimischen Kinderarzt nützlich. In manchen Gegenden der Erde sind Moskitonetze anzuraten. Gut vorbereitete Eltern haben Notizen zu Kinderärzten und Krankenhäusern am Urlaubsort dabei.


Tipp: Auch im Urlaub auf die Ernährung achten


Entsprechende Phrasen in der Landessprache hat man sich klugerweise notiert, vor allem, wenn man bestimmte Gegebenheiten wie eine Kuhmilchunverträglichkeit bereits vor Reiseantritt kennt.


Ob für das Reiseland ein Kinderreisepass oder Visum benötigt wird, ist rechtzeitig zu erfragen. Klimatische Gegebenheiten vor Reiseantritt zu erfragen, ist ebenfalls wichtig.


Kleinkinder vertragen keine plötzlichen Temperaturstürze. Der Klimawandel sorgt auch in an sich gemäßigten Wetterzonen für unerwartete Kapriolen.


Abgesehen davon sollte man nur in politisch sichere Länder fahren. Bestimmte Reiseregionen haben sich besonders kinderreicher Familien angenommen und bieten eine entsprechend hohe Servicequalität.


Auch in vielen betreuten Ferienanlagen kann man davon ausgehen, dass man entsprechenden Komfort und werktäglich geöffnete Kinderkrippen mit geschulter Betreuung vorfindet.


Der Fall der in Portugal entführten Maddie zeigt aber, dass man nie hundertprozentig sicher sein kann. Umso wichtiger ist es, dass man sich im Urlaub mit dem Kind entspannt auf sich selbst und seinen Nachwuchs konzentrieren kann, weil alles Wichtige bedacht worden ist.