Welcher Schmuck passt zu welchem Hochzeitskleid?

Veröffentlicht am: 16. August 2013
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Die Auswahl des richtigen Brautschmuckes darf keineswegs als nachrangig im Verhältnis zur Wahl des Kleides stehen.


Die falschen Accessoires können das schönste Hochzeitskleid in den Schatten stellen und lassen oft selbst dieses unästhetisch erscheinen. Der Schmuck soll jedoch nicht nur den Stil des Kleides unterstreichen, sondern auch die Persönlichkeit der Frau.


Wichtig ist es typgerecht vorzugehen, um sich am Tag der Hochzeit nicht verkleidet zu fühlen.


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Tipp: Lassen Sie sich beraten


Weniger ist mehr!

Sogar bei der Hochzeit, die meist ein pompöses Fest ist, gilt dieses alt bewährte Sprichwort. Das Bild einer überladenen Braut, die im prunkvollen Kleid und vielen Accessoires fast untergeht, wirkt schnell geschmacklos. Wer ein Diadem und Schleier wählt, sollte deshalb bei Ohrringen und Kette etwas zurückstecken.


Wie wäre es zum Beispiel mit einfachen Steckern im Ohr und einer dünnen Kette in Silber oder Weißgold?


Wenn die Wahl auf ein prunkvolleres Diadem fällt ist es sogar meist ratsam, dass Ohrringe eventuell ganz weggelassen werden, schließlich sollte das glückliche Gesicht der Braut immer noch im Hauptfokus der Hochzeit stehen.


Tipp: Besonders im Trend liegen momentan Halsreifen. Diese Ringe, beispielsweise in Mattgold, sind außergewöhnlich, jedoch trotzdem schlicht. Ein weiteres Plus ist, dass diese je nach Farbe und Material zu jedem Hochzeitskleid passen. Ein Bruch zur Robe ist deshalb nahezu unmöglich.


Bleiben Sie einem Stil treu!

Der Stil des Schmuckes sollte sich immer auch im Kleid widerspiegeln. Finden sich auf diesem beispielsweise Perlenstickereien, so ist es für die weniger stilbewusste Frau das Einfachste, auf Perlenschmuck zurückzugreifen.


Tipp: Romantisches Accessoires zu romantischem Hochzeitskleid

Wer ein romantisches Kleid mit viel Spitze wählt, sollte auch bei der Auswahl der Accessoires romantisch bleiben. Passend hierfür wären beispielsweise ein goldener Armreifen mit schnörkeligen Gravierungen, verspielte Ohrringe und eine Goldkette mit romantischem Anhänger sowie eine kleine Brosche (vielleicht mit Fotografie vom Zukünftigen).


Perfekt abrunden lässt sich dieser Stil mit einem Blumenkranz im Haar, der gerne auch aus echten Blümchen bestehen darf und vom Floristen angefertigt wird.


Ist das Kleid hingegen klassischer Natur, sollte auch der Schmuck klassisch ausfallen. Auf schnörkelige Verzierungen ist in diesem Fall zu verzichten. Empfehlenswert wäre beispielsweise eine Perlenkette, Ohrstecker und ein einfacher Schleier als Kopfbedeckung.


Tipp: Wie wäre es mit Hut statt Schleier? Ein klassisches Hochzeitskleid lässt sich ganz einfach durch einen weißen Hut aufpeppen. Diese gibt es ja bekanntlich in jeder erdenklichen Form.


Ob altbekannter Zylinder oder modischer XXL Hut – je nach Geschmack ist alles erlaubt. Dieser typisch britische Trend lässt sich auch auf kontinentaleuropäischen Hochzeiten immer häufiger entdecken.


Schnitt des Kleides bedenken!


Mindestens genauso wichtig wie der Stil ist der eigentliche Schnitt des Kleides. Ist dieses schulterfrei und weit ausgeschnitten, darf zum prunkvollen Brautcollier gegriffen werden. Fällt der Ausschnitt jedoch kleiner aus, ist Zurückhaltung geboten, und ein dezentes Halskettchen mit kleinem Anhänger wird ausreichen.


Dafür kann dann bei der Wahl des Kopfschmuckes etwas großzügiger vorgegangen werden und auch ein Diadem oder ein Schleier sind in diesem Falle erlaubt.


Tipp: Statt zum dezenten Silberhalskettchen kann auch zu selbstklebenden Swarovski Steinchen für die Haut gegriffen werden.


Ein einzelner kleiner Stein, der im Dekolleté- Bereich festgeklebt wird, wirkt elegant und zugleich zurückhaltend, weswegen er auch bei großem Kopfschmuck und kleinem Ausschnitt passend ist.


Hochzeitsringe miteinbeziehen!


hochzeits-ring-rotes-kleidBei der Auswahl des passenden Hochzeitsschmuckes sollte immer auch der eigentliche Ehering bedacht werden.


Ist dieser einfach und zeitlos, gilt es lediglich darauf zu achten, dass sich die Materialien des Schmuckes nicht vollkommen widersprechen.


Wer einen goldenen Ring trägt, sollte auch bei den restlichen Accessoires bei Gold bleiben, dasselbe gilt natürlich auch für Weißgold oder Silber.


Findet sich am Ring jedoch auch ein kleiner Diamant, ist es immer schön, denselben Stein in Ohrringen oder Kette wiederentdecken zu können.


Tipp: Passender Schmuck zum Ehering findet sich häufig auch bei dem Juwelier, wo dieser erworben wurde. Sollte das Budget ausreichend sein, ist es natürlich auch immer schön eine passende Kette zum Ring anfertigen zu lassen.


Schmuck beim Kleiderkauf mitbringen!

Häufig ist es auch der Fall, dass nicht der passende Schmuck zum Kleid gefunden werden muss, sondern das passende Kleid zum schon vorhandenen Hochzeitsschmuck. Dies ist immer dann gegeben, wenn die Accessoires von Generation zu Generation weitergereicht werden.


Wer also den Hochzeitsschmuck der Mutter oder Großmutter zur eigenen Hochzeit tragen will, sollte dies schon beim Erwerb der Hochzeitsrobe bedenken.


Deshalb gilt bei der Anprobe immer: Schmuck mitbringen! So kann das Outfit im Gesamtbild betrachtet werden und man vermeidet Enttäuschungen zu Hause.


Tipp: Aus alt mach neu – wem der Schmuck der Großmutter zu altmodisch ist, jedoch trotzdem nicht auf diesen verzichten will, der kann ihn ganz einfach umfunktionieren. Aus einem alten, großen Ohrring können beispielsweise vom Juwelier ein Anhänger für eine Kette oder eine schöne Haarspange angefertigt werden.


Mut zur Extravaganz!

Das traditionelle weiße, lange Hochzeitskleid wird immer häufiger durch moderne Schnitte und Farben ersetzt. Dasselbe gilt auch für den Schmuck, der anstatt zeitlos, durchaus auch modern und außergewöhnlich sein darf.


Ist das Hochzeitskleid beispielsweiße kurz oder eng anliegend, kann gerne zur langen Halskette, die bis unter die Brust reicht, gegriffen werden. Dies sorgt für einen modernen, frischen Look, der vor allem bei jungen Bräuten sehr beliebt ist.


Wichtig: Farbe des Schmuckes zum Hochzeitskleid wählen


Ist das Hochzeitskleid nicht weiß, soll die Farbe des Schmuckes auf die Farbe des Kleides abgestimmt werden. Generell gilt: Silber und Gold passen fast immer. Vorsicht geboten ist lediglich, wenn es um farbige Steinchen geht, die den Schmuck eventuell besetzen.


Es muss immer darauf geachtet werden, dass sich die Farbe des Kleides im Schmuck wiederfindet. Allzu bunter Schmuck wirkt sehr schnell billig oder willkürlich zusammengewürfelt.


Inspiration von anderen Kulturen


Tipp: Lassen Sie sich bei der Wahl der Accessoires doch auch von anderen Kulturkreisen inspirieren. Indische Hochzeiten liegen immer im Trend und gerade was den Schmuck betrifft, kann sich die europäische Braut einiges von den Inderinnen abschauen.


Ein tolles Hochzeits-Outfit dank genauer Vorbereitung

Wer diese einfachen Stilregeln beachtet und sich zusätzlich Eindrücke aus Hochzeitsmagazinen holt, wird bestimmt zur richtigen Schmuckauswahl gelangen.


Stimmen Sie die einzelnen Bestandteile Ihres Hochzeitsoutfits aufeinander ab und vermeiden Sie das willkürliche Mixen verschiedener Stilrichtungen, dann können auch Sie selbstbewusst zum Altar schreiten.