Hypo OÖ mit weniger Jahresüberschuss

Veröffentlicht am: 30. April 2021

Die Hypo Oberösterreich hat bisher die Coronakrise sehr gut gemeistert. So wurde im Jahre 2020 ein positives Ergebnis erzielt. Hier konnte die Bilanzsumme auf insgesamt 7,8 Milliarden Euro erhöht werden, der Überschuss sank dagegen.


Die Bedeutung des Überschusses



  • Der Überschuss ist dagegen, trotz des positiven Geschäfts von 14 Millionen Euro im Jahr 2019, auf insgesamt 10,8 Millionen Euro gesunken. Hierfür sind in erster Linie Rückstellungen verantwortlich, die aufgrund der bestehenden großen Unsicherheiten vorliegen.

  • Bei dieser Summe kann gesagt werden, dass die Hypo Oberösterreich – aufgrund der guten Geschäftsentwicklung – ohne die Corona-Vorsorgen ein besseres Ergebnis als 2019 erreicht hat.


Dass die Digitalisierung im Bereich der Bankgeschäfte auch wegen der Krise sich rasant weiterentwickelt, zeigt die Gegebenheit, dass sich die Transaktionen über das Handy in den letzten Monaten bei der Hypo in Oberösterreich vervielfacht haben.


Im Geschäft mit den Kunden hat diese Situation zu einer Bewegung in die Ausrichtung der Digitalisierung geführt. Zugleich hat sich für das Jahr 2021 gezeigt, dass sich die Bank aufgrund der bestehenden Unsicherheiten zuversichtlich zeigt und mit einem weiteren Wachstum in Zukunft rechnet.


Die Steigerung des Halbjahresgewinns


Die Hypo in Oberösterreich konnte nun im ersten halben Jahr den Überschuss vor Steuern um knapp 8 Prozent auf 23,5 Millionen Euro erhöhen. Zugleich stieg der Halbjahresüberschuss nach Abzug der Steuern um 13,5 Prozent auf insgesamt 20,3 Millionen Euro. Aufgrund des provozierenden Marktumfeldes hat die Bank den Zinsüberschuss um mehr als 8 Prozent auf knapp 35 Millionen Euro steigern können.



  • Die Bilanz der Hypo Oberösterreich lag im ersten Halbjahr bei 8,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das Volumen der Giro- und Spareinlagen in den ersten sechs Monaten um etwa einen Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

  • Beim Darlehens- und Kreditvolumen konnte dieses hohe Niveau in Höhe von 5,9 Milliarden Euro stabil gehalten werden. Dieses positive erste Halbjahr ist eine passende Basis für ein fortwährendes und stabiles Jahresergebnis für das laufende Jahr. Das Ziel ist es, die gute Ausstattung mit Kapital der Bank weiterhin zu stärken.


In den Jahren 2014 und 2015 hatte die Bank in Oberösterreich mehr als 35 Millionen Euro an der Heta-Vorsorge zurücklegen müssen. Mehr als 27 Millionen Euro davon konnten nun wieder aufgelöst werden. Dies hatte auch der Generaldirektor Mitterlehner erklärt. So hatte sich die Angelegenheit mit einem übersichtlichen Anteil von 7 bis 8 Mio. Euro ausgedrückt. Die Besitzer sind das Land Oberösterreich mit etwa 50 Prozent sowie der Generali AG, eine Holding GmbH der Raiffeisenlandesbank und die Oö.


Die Bank ist nun sehr froh, dass die Thematik Heta nun beschlossen worden ist. Nun ist auch mehr Vertrauen am bestehenden Kapitalmarkt zu spüren. Dies hat sich zum Beispiel bei der Emission des internationalen Pfandbriefes aus dem Jahre 2016 gezeigt.


Die langjährige Anleihe mit einem Volumen von mehr als 300 Millionen Euro war doppelt überzeichnet. Ein Jahr vorher wäre dies unähnlich schwieriger gewesen, ein solches Produkt am Börsenmarkt zu verkaufen.


Die Bank Hypo OÖ mit einer Bilanzsumme von knapp 8,8 Milliarden Euro hat ihr Hauptgeschäft in der Finanzierung von Wohnraum und 60 Prozent des Ausleihvolumens betreffen diesen Bereich.


Im uneigennützigen Wohnbau ist die Bank in Oberösterreich mit etwa 40 Prozent Marktführer und hat dabei Beziehungen zu allen der etwa 30 Träger im gesamten Land. Dies betrifft auch die anderen Bundesländer, wo der Chef der Hypo OÖ auf jeden Fall noch Erweiterungsmöglichkeiten in der Struktur der Kundenbeziehungen sieht. Weiterhin konstant bleiben sollen zugleich der Mitarbeiterstand von mehr als 400 Beschäftigten und die Anzahl der bestehenden Filialen. Die Hypo OÖ hat zurzeit 13 Standorte.