Immobilien als Kapitalanlage in Österreich – Checkliste für Kapitalanlagen

Veröffentlicht am: 30. April 2021

Es gibt in Österreich viele Möglichkeiten sein Geld anzulegen. Wichtig dabei ist es immer das Risiko richtig abzuschätzen. Anleger legen dabei großen Wert auf Sicherheit. Denn heutzutage können selbst Banken nicht mehr alles garantieren. Eine alternative Lösung muss her.


Ein gutes Beispiel hierfür wären Immobilien als Kapitalanlage. Diese sind auch bekannt unter dem Namen „Betongeld“. Konsumenten haben dabei die Qual der Wahl. Für jeden Anleger gibt es eine passende Geldanlage zu finden. Zudem stehen den Betroffenen mehrere Wege offen. Um diese soll es sich im heutigen Ratgeber drehen. Außerdem gibt es Tipps & Tricks sowie eine ehrliche Übersicht.


Arten von Immobilien Investment


Wer sich für das Investment in Immobilien entscheidet, der sollte insbesondere in Österreich auf einen Vergleich der Alternativen setzen. Der Grund ist simpel. Geldanlagen für Immobilien gibt es eine ganze Menge. Ebenfalls möglich ist hierbei die Vermietung der Anlage. Doch auf welche unterschiedlichen Formen können zurückgegriffen werden?


Die wichtigsten einmal kurz zusammengefasst:



  • -> klassischer Kauf von Immobilien

  • -> Immobilienaktien

  • -> Immobilienfonds

  • -> Immobilienanleihe

  • -> Crowdinvesting bei Immobilien


Quelle & Tipps: https://www.interhyp.at/wohnkredit/kapitalanleger/


1) klassischer Kauf von Immobilien


Die erste Möglichkeit stellt dabei der klassische Immobilienkauf dar. Hierbei handelt es sich in Österreich um den gängigsten Weg. Der große Vorteil ist, dass Anleger das Eigenheim auch selbst nutzen können. Ebenso möglich die Vermietung an andere Personen für einen passiven Einnahmestrom. Oft und gerne genutzt zur Altersvorsorge. Wer ein Haus oder eine Wohnung als Kapitalanlage kauft, hat keine Risikostreuung. Das gesamte Geld wird in ein Objekt investiert. Deswegen zählt es zu den längerfristigen Investitionen.


2) Immobilienaktien


Nicht vergessen werden die Immobilienaktien. Dabei kaufen die Betroffenen nicht eine ganze Wohnung bzw. Haus, sondern viel mehr die Anteile an Aktiengesellschaften. Solche Unternehmen bauen, entwickeln und bewirtschaften oft Mehrfamilienhäuser, die gewerblich oder wohnwirtschaftlich genutzt werden. Anleger sollten in diesem Fall auf eine breite Streuung der Wertpapiere achten. Außerdem sind die Kurse in den letzten Jahren stark gestiegen. Entsprechend kann es zu Schwankungen kommen. Dennoch zählt es in die Kategorie der längerfristigen Investitionen.


3) Immobilienfonds


Ebenfalls erwähnt werden müssen Immobilienfonds. Dahinter versteckt sich ein Immobilieninvestment mit überschaubaren Kosten. Ein gutes Beispiel dafür sind Fondsanteile. Dort sammelt ein Fondmanager Geld ein, welches anschließend in verschiedene Objekte investiert wird. Im Fokus stehen dabei Objekte mit einer besonders hohen Rendite. Die Wahl liegt zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds.


Die offene Variante ist in der Regel unbegrenzt. Das Vermögen wächst, wenn Anleger investieren. Begrenzungen gibt es lediglich beim geschlossenen Fond. Sobald alle Anteile verkauft wurden, wird er geschlossen. Zum Teil müssen Anleger ihre Anteile bis zum Ende der Laufzeit halten. Ebenfalls erforderlich eine Mindesteinlage.


4) Immobilienanleihe


Hinter dem Begriff Immobilienanleihe versteckt sich fest verzinsliches Wertpapier. Durch die Herausgabe von einem Anleihen nimmt ein Unternehmen Fremdkapital bei bestimmten Investoren auf. Die Schuldverschreibung wird in den meisten Fällen durch ein Grundpfandrecht abgesichert. Der Nachteil: Das Investment ist mit einem gewissen Risiko verbunden. Oft sind sie komplex und schwer zu durchschauen.


5) Crowdinvesting bei Immobilien


Bei der letzten Möglichkeiten handelt es sich um Crowdinvesting bei Immobilien. Ein Anleger muss keine hohen Summen einbringen. Im Grunde genommen schließen sich mehrere private und institutionelle Anleger zusammen und sammeln das Geld in einer Crowd. Investiert wird dabei in größere Bauprojekte. Gemanaged wird es von erfahrenen Investorengesellschaften. Letztendlich geht es darum mit dem Crowdfunding Gewinne zu erzielen. In Österreich ist die Anlagemöglichkeit noch eher unbekannt.


@Mehaniq via Twenty20

Immobilien als Kapitalanlage – Finanzierung und Kosten prüfen – @Mehaniq via Twenty20


Worauf gilt es beim Immobilienerwerb zu achten?


Aber worauf gilt es bei der Investition in Immobilien zu achten? Die verschiedenen Arten wurden bereits angesprochen. Doch wie werden Fettnäpfchen und finanzielle Risiken vermieden?


Entscheidende Kriterien sind dabei:



  • Risikostreuung

  • Kosten

  • Mindestanlage

  • Mitbestimmung

  • Kapitalbindung


Quelle & Tipps: https://www.bankaustria.at/kredit-finanzierungs-tipps-geldanlage-immobilien.jsp


Risikostreuung


Bei einem Investment ist es entscheidend sein Risiko zu streuen. Alles auf eine Karte setzen macht nur in den seltensten Fällen wirklich Sinn. Generell legen Investoren viel Wert darauf in mehrere Anlagen zu investieren. Sollte dann nämlich eine Anlage nicht so gut laufen, kann der Verlust durch eine andere besser ausgeglichen werden. Wer alles setzt, läuft Gefahr alles oder einen Großteil verlieren zu können.


Kosten


Mindestens genauso wichtig sind die Kosten. Denn jede Investition ist mit Kosten verbunden. Ab und zu fallen Ausgaben für die Vermittlung an. Ebenso wie für Verwaltung, Modernisierung und Instandhaltung. Idealerweise erkundet man sich noch vor Abschluss über alle möglichen anfallenden Kosten. Das schafft Gewissheit und böse Überraschungen bleiben aus.


Mindestanlage



  • Zudem hängt die Wahl des Investments stark von der Höhe der investierten Summe ab. Wer beispielsweise im Monat etwa 50 Euro anlegt, hat andere Möglichkeiten als die Person, welche bis zu mehrere tausend Euro anlegt.

  • Bei Kleinanlegern bewegt sich der Wert oft zwischen 50 und 100 Euro. Sehr empfohlen bei Crowdinvesting oder Immobilienfonds. Bei höherem Volumen kann man sich eine eigene Immobilie kaufen oder an einem geschlossenen Fondanteil teilnehmen.


Mitbestimmung


Oft vergessen wird die Mitbestimmung. Je nach Investment haben die Anleger das Recht auf Mitbestimmung. Oftmals legen diese Manager und Makler fest. Dazu braucht es aber Wissen und ausreichend Zeit. Am besten wird das den Experten überlassen.


Kapitalbindung


Ein letzter Punkt von vielen wäre noch die Kapitalbindung. Sobald das Geld in die Immobilie investiert wurde, kann nicht mehr darauf zurückgegriffen werden. Selbst, wenn es plötzlich dringend benötigt wird. Darüber sollte sich jeder im Klaren seien. Sinn macht es natürlich separate Rücklagen zu bilden. Die können dann in den Notfällen genutzt werden.


Vorteile von Immobilien als Kapitaleinlage


Es gibt mehrere Gründe warum sich das Investment in Immobilien lohnen kann. Leider wissen viele Österreich nicht genau was.


Deswegen einmal eine kurze Übersicht über die Vorzüge von Immobilieninvestment in Österreich:



  • vergleichsweise sichere Kapitalanlage

  • wertbeständig und lukrativer als andere Sparanlagen

  • Vermietung sorgt für zusätzliche Einnahmequelle

  • bringen Steuervorteile

  • Eigentümer sind kreditwürdig für weitere Investments

  • mehrere Möglichkeiten zum Investieren


Wie mit der Immobilie sparen?


Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Bereits während des Erwerbs gibt es wie oben angesprochen auf viele Dinge zu achten. Staatliche Prämien sowie Sanierung und energetisches Bauen gehören dazu. Selbst Vorteile in Sachen Steuer können geltend gemacht werden. Nicht ignorieren sollte man die jährliche Steuererklärung. Österreicher vermeiden sie gerne, jedoch bringt sie weitere Ersparnisse mit sich. Beispielsweise die Absetzung von laufenden Reparaturarbeiten oder Anschaffungs- und Maklerkosten.


Fazit


Bei der Investition in Immobilien gibt es noch auf viele weitere Dinge zu achten. Noch nicht erwähnt wurden dabei zum Beispiel Region und Lage, Ausstattung, Energie, Zustand, Größe sowie die Raumaufteilung.


Diese Punkte werden spätestens bei der Besichtigung von Bedeutung. Dessen ungeachtet bietet das Investment zahlreiche Vorteile. Immobilien gelten als sehr sicher und sind eine Investition in die Zukunft. Zudem besteht die Möglichkeit sie zu vermieten oder gar selbst darin zu wohnen. Sozusagen eine zusätzliche Altersvorsorge. Wichtig ist nur, dass die Immobilien genau auf den Kopf gestellt werden. Lage, Zustand, Sanierungen und so weiter. Dann sollte dem Erwerb nichts mehr im Weg stehen.